Wie der Neustart Ihrer Webseite auch wirklich gelingt!

Webseiten-Relaunch: So klappt es wunderbar

11. April 2016

Bei einem Webseiten-Relaunch kann man viele Fehler machen. Wir erklären Ihnen, worauf geachtet werden sollte und beschreiben den Ablauf vom Briefing bis zur nachträglichen Betreuung.

Ein Relaunch geht nicht schnell und ist mal eben so gemacht – ganz im Gegenteil. Oft bringt er einiges mehr an Arbeit mit als gedacht. Besonders aufwändig wird es, wenn zum Beispiel auch ein Domain-Umzug ansteht oder ein Responsive Design hinzugefügt werden soll.

Der Webseiten-Relaunch: Das Briefing

Als erstes erfolgt das Briefing mit Ihnen, indem unter anderem festgelegt wird, welches primäre Ziel verfolgt wird, wie bestehende Inhalte übernommen werden, ob neue Texte erstellt werden müssen oder wer das Bildmaterial liefert. Ist ein Fotoshooting nötig? Ebenso werden Layout-Fragen geklärt: Ist ein Logo vorhanden oder muss ein neues erstellt werden? Das Gleiche gilt für das Corporate Design.

Besonders wichtig sind technische Anforderungen: Welche Kontaktmöglichkeiten soll es geben – darunter zählen auch Social-Media-Verknüpfungen. Genauso wichtig: Wird ein CMS verwendet? Und wenn ja: welches? Und dann sind da auch noch Fragen wie: Soll die Website responsiv sein und darf oder soll zum Beispiel Google Analytics verwendet werden?

Während des Relaunchs sollten Sie auch entscheiden, ob die Besucher über den Relaunch informiert werden sollen, das kann zum Beispiel durch eine Vorschaltseite oder mit einem kleinen Hinweis auf der bestehenden Website passieren – dadurch kann vom Besucher Feedback zur aktuellen Website eingeholt werden.

Der Design-Prozess

Angenommen, es besteht ein Corporate Design, werden die vorgegebenen Farben, Schriften und weitere Stilelemente, übernommen. Ohne vorhandenes Unternehmensdesign legen wir mit Ihnen fest, welche Farben, Schriften und Formen verwendet werden – davon kann sich anschließend sogar ein Unternehmensdesign ableiten.

Wie man das Design angeht, ist von der Größe des Projekts abhängig. Bei größeren Projekten ist es sinnvoll, mit einem Wireframe oder Mockup zu starten, um erst mal eine Struktur festzulegen und ein erstes Gefühl für das neue Layout zu bekommen. Bei kleineren Projekten wäre das allerdings ein zu großer Zeitaufwand, hier kann direkt mit dem Layout begonnen werden.

Bevor man gleich einen kompletten Screen erstellt, sollten erst mal Grundelemente, die sich regelmäßig wiederholen, festgelegt werden – zum Beispiel der Kopfbereich, Präsentationsbereiche, Buttons, Seitenliesten und der Fußbereich. Das hat den Vorteil, bei spontanen Ihrerseits nicht das komplette Design verworfen werden muss, sondern das Design Schritt für Schritt bestätigt werden kann.

Die Umsetzung des Webseiten-Relaunch

Während der Entwicklung des Projekts erfolgt die Umsetzung auf einer unserer Subdomains, die nicht indexiert wird.

Bei großen Projekten ist es ratsam, abzuwarten, bis das Design ganz abgesegnet wurde, bei kleineren kann man parallel mit der Umsetzung beginnen. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen unbedingte Voraussetzungen, da natürlich nicht beliebig Änderungen gemacht werden können.

Vom Projekt hängt auch ab, wie die Umsetzung erfolgt – ob ein fertiges Template verwendet wird oder mit HTML und CSS Schritt für Schritt Seiten und Elemente umgesetzt werden. Um bei der Umsetzung Missverständnisse zwischen Designern und Webseiten-Entwicklern zu vermeiden ist ein Style-Guide, der zum Beispiel Schriften, Farben, Abstände und Verläufe beschreibt, sehr hilfreich.

Nach der Umsetzung erfolgt gegebenenfalls die Dynamisierung in ein Content-Management-System. Im Briefing sollte zu dem Zeitpunkt schon geklärt sein, ob eins verwendet wird – und welches.

Der Umzug

Der Umzug ist die größte Hürde. Die meiste Arbeit entsteht eigentlich erst bei diesem Schritt vom alten auf den neuen Auftritt – hier ist eine gute Planung das A und O. Eine Checkliste sollte auf jeden Fall vorhanden sein und eine Generalprobe kann vor bösen Überraschungen schützen.

Bevor der Umzug beginnt, solltet ihr sicherstellen, wann am meisten und wann am wenigsten Verkehr auf der Webseite herrscht – und den Umzug so planen, dass der Besucher währenddessen nicht auf einer Fehlerseite landet.

Einer der wichtigsten Schritte beim Relaunch ist der Redirect – vor allem wenn die Seiten-Struktur verändert wurde. Dann sollten weitere Schritte unternommen werden und Kontaktformulare auf die richtige Zieladresse, Social-Media-Integrationen, RSS-Feeds und SEO-Settings überprüft werden. Eine ausführliche Liste mit Schritten für einen Website-Relaunch mit Domainumzug finden Sie hier.

Vor dem Relaunch ist nach dem Relaunch

Mit der Projektübergabe ist allerdings noch lange nicht alles getan, oft sind noch Wochen nach dem Relaunch kleine Nacharbeiten fällig. Im besten Fall bestehen die nicht aus Bugs, sondern kommen von IHnen und können zum Beispiel Designänderungen sein – oder Sie haben Benutzer-Feedback gekriegt und möchten es umsetzen.

Durch die zunehmende Anzahl an Endgeräten gibt es ständig neue Wünsche. Die Website muss jetzt nicht nur auf Desktop, Tablet und Smartphone gut aussehen, auch Smartwatches werden immer interessanter. Und wer weiß, wo eine Website demnächst noch ausgegeben wird.

Also: Um nicht in Zeitverzug zu kommen oder böse Überraschungen während und nach des Projekts zu erleben, sollten alle Phasen sorgfältig Schritt für Schritt durchdacht werden und eine realistische Zeitschätzung erfolgen.

Quelle: t3n